Abschlussbericht 2024

Zum Schluss der Spielsaison 2023/24 sieht man im Schachclub Remagen-Sinzig sowohl zufriedene als auch weniger zufriedene Gesichter.

Fünf Mannschaften schickte der Verein in die Kämpfe in 5 verschiedenen Ligen.  Zu verzeichnen sind am Saisonende ein Aufstieg, drei solide Platzierungen im Mittelfeld und – ein Abstieg.

Am meisten freuen konnten sich die Spieler der 2. Mannschaft, die in der 2.Rheinland-Pfalz-Liga Nord alle Konkurrenten hinter sich ließen. Die meiste Zeit in Führung, konnten sie sich jedoch des Endsieges bis zuletzt nicht sicher sein. Erst mit dem Sieg in der letzten Runde gegen die 3. Mannschaft des SV Koblenz 03/25 wurde der Triumph besiegelt. Mit der stärksten Besetzung schafften sie ein 5:3 gegen den relativ schwach aufgestellten Gegner,  und der Mannschaftsführer Wolfgang Frömbgen durfte einen Siegerpokal und die Siegerurkunde, die Brettmeisterehrungen und für jeden Spieler eine Flasche Wein vom Rheinland in Empfang nehmen. Gleich zwei Spieler wurden als Brettmeister geehrt: am Brett 2 Karl-Jasmin Muranyi mit 6,5 Punkten aus 8 Partien und am Brett 3 Tobias Bärwinkel, der bis zur letzten Runde einen Score von 100 % hatte und dann trotz der Niederlage in Koblenz mit 7/8 Punkten die meisten Punkte für seine Mannschaft sammelte. Zuverlässig spielte auch Romuald Mainka, der am Brett 1 in sechs Partien lediglich ein Remis abgab. In der nächsten Saison wird man also in der 1. Rheinland-Pfalz-Liga mitmischen. Das Saisonziel kann dann aber nur Klassenerhalt heißen, betont Frömbgen.

Dieses Ziel hat die 1. Mannschaft verfehlt. Für die Legionäre um den Mannschaftsführer Peter Noras, die vor 2 Jahren den Aufstieg in die 1. Deutsche Schachbundesliga schafften, war die Herausforderung in einer der stärksten Schachligen der Welt diesmal zu groß. Nach vier Niederlagen in den ersten vier Runden konnte sich vorwiegend aus Großmeistern bestehende Team, trotz einigen zwischenzeitlichen Erfolgen, nicht mehr richtig aufrappeln. Auch das Unentschieden gegen MSA Zugzwang und 6:2 Sieg gegen HSK Lister Turm in den letzten beiden Runden (wozu auch der zum ersten Mal in dieser Saison eingesetzte ukrainische Großmeister Vassili Iwantschuk beitrug), konnten den Abstieg in die 2. Schachbundesliga nicht mehr verhindern. Nach 15 Runden landete Remagen-Sinzig 1 mit 8 Punkten auf dem 14. Platz.

Die übrigen drei Mannschaften kämpften mit wechselhaftem Erfolg in drei Klassen des Schachbezirks Rhein-Ahr-Mosel.

Für die 3. Mannschaft ähnelte die Saison in der Bezirksklasse einer Achterbahnfahrt:  zum Start eine Niederlage gegen vermeintlich schwächeren Polch, dann ein unerwartet klarer Sieg gegen den Erzrivalen Mendig-Mayen, um in der Rückrunde vom gleichen Gegner eine historische 0:6 Klatsche hinnehmen zu müssen, dann wieder ein Unentschieden und ein Sieg gegen Andernach, dessen Team am Ende den ersten Tabellenplatz belegte, usw. Das 6-er Team von Remagen-Sinzig 3 landete letztendlich mit 11:9 Punkten auf dem 4. Platz, punktgleich mit dem drittplatzierten Mendig-Mayen. Die meisten Punkte sammelten Valeri Karnaoukh (5,5/10), Ivan Arzenšek (4,5/6) und Moritz Appel (4/5). Appel zeigte am 1. Brett gegen die stärksten Spieler der Bezirksliga eine ausgezeichnete Performance und es ist nur bedauerlich, dass er nicht öfters eingesetzt werden konnte.

Die 4. Mannschaft erreichte in der A-Klasse mit 8:8 Punkten den 5. Platz unter 9 Mannschaften. Patrick von Döhren verbuchte mit 5/7 Punkten den besten Score, gefolgt von Peter Noras (3,5/6) und Horst Heidmann (3,5/7).

Auch die 5. Mannschaft beendete die Spielsaison im Mittelfeld: unter den zehn 4-er Teams belegte sie mit 8:10 Punkten den 6. Platz. Besonders hervorgetan hat sich der 20-jährige Lorenz Haupt, für den es die erste Saison als Ligaspieler war. In 8 Partien sammelte er respektable 6,5 Punkte. Erfolgreich war auch Hans-Jürgen Trog mit 5,5/8 Punkten.

Das Ende der Spielsaison in den Ligen bedeutet aber nicht, dass es mit dem sonstigen Spielbetrieb im Schachclub Remagen-Sinzig nicht weiter geht. Nach wie vor finden jeden Freitag ab 19 Uhr Spielabende im HOT Sinzig statt, bei denen auch Nichtmitglieder gerne gesehen sind.

Außerdem können Kinder und Jugendliche samstags ab 14 Uhr an den Schachtreffs unter der Leitung des Schachlehrers Norbert Pösch teilnehmen. Dass seine engagierte Arbeit Früchte trägt, zeigte sich unlängst bei dem großen Grenke Chess Open 2024 in Karlsruhe, bei dem sich zwei seiner Schüler mehr als respektabel schlugen: unter 490 Teilnehmern der Gruppe C erreichte Mika Sesterhenn (18) mit 5,5/9 Punkten den 100. Platz und Malte Berresheim (14) mit 4,5/9 Punkten den Platz 222.

Aufstieg in die 1. Rheinland-Pfalz-Liga geschafft: Die 2. Mannschaft des Schachclubs Remagen-Sinzig v. l. n. r: Hans van Nieuwenhuizen, Romuald Mainka, Lennard den Boer, Janusch Maschke, Hans-Jürgen Zirwes, Karl Muranyi, Wolfgang Frömbgen, Tobias Bärwinkel

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Mitgliederversammlung des Schachclubs Remagen-Sinzig 2. Mannschaft feiert Aufstieg

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2. Mannschaft steigt in die 1. Rheinland-Pfalz-Liga auf